Kodierungen und LaTeX

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Kodierungen und LaTeX

April 14. 2009 um 21:35
Geschrieben von TiKaey in Sylvermoons Erfahrungen, TiKaeys Erfahrungen
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Meine Herzallerliebste muss derzeit was mit LaTeX machen (und hat mir erstmal erklärt, dass es Latech ausgesprochen wird *g*). Dieses passiert, da es in der Schule geschieht, fast schon natürlich (Warum beharrt eine IT-Schule eigentlich auf Windows ohne Rücksicht auf andere Systeme (ausgenommen deren Installation)?) unter Windows und einer entsprechenden Software (TexnicCenter).

Nun musste hier vor Ort aber was damit gemacht werden, und so installierten wir, nach kurzer Recherche was denn tauglich sei, Texmaker. Woran man aber nun nicht pausenlos denkt, ist, dass unter Windows die meiste Software mit ISO-8859-1 o. ä. kodiert, und unter Linux mit UTF-8 gearbeitet wird. Und da fing das Problem an, bei welchem ich das Ergebnis nicht nachvollziehen kann.

Unter TexnicCenter wurde diese Datei gespeichert, mit Texmaker unter Linux geöffnet und wieder gespeichert. Nun sind die Umlaute weg! Nein, sie werden nicht nur nicht dargestellt, sie sind weg! Gelöscht!
Es mag ja sein, dass es Probleme beim Darstellen jener Umlaute geben kann, aber wie können per default (auch nichts in der Richtung gefunden zum Verhindern) einfach alle Umlaute komplett entfernt werden? Geprüft habe ich das übrigens, indem ich mit gedit rein gesehen habe. Sie sind nicht mehr da, als seien sie nie da gewesen. Und da bringt auch sämtliches neu kodieren nichts. Wo nichts ist kann auch nichts verändert werden.
Insofern kann ich sämtlichen Frust, der beim Umstieg oder der Parallelnutzung aufkommt, vollkommen verstehen. Auch wenn die Standardkodierung nicht die gleiche sein mag, so darf doch - IMO - nicht einfach etwas aus der Datei entfernt werden!

Es sei dazu gesagt, dass es vermutlich nicht mehr benötigt wird, aber ist das ein Bug? Oder hat man da schlichtweg nicht nachgedacht? Oder hat es technische Gründe, dass die einfach entfernt werden müssen (ohne Nachfrage???)?

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Moin,

sind die Umlaute wirklich weg (aus meiner Sicht ist es der sicherere Weg im Terminal per less oder vi das ganze zu prüfen)? Welche Einstellungen hast Du im TeXniCenter (eigentlich eine recht vernüftige Software), welche im Texmaker?

Insgesamt gibt es aber noch weitere Probleme bei der Übertragung, d.h. beim Kopieren der Datei vom Windows-Rechner zum Linux-Rechner. Auch dabei ist Vorsicht geboten...

Alternativ kann der alte Weg gewählt werden, mittels "a für ä die Umlaute ASCII 7Bit zu kodieren...

Viele Grüße,

/Mimotomo
#1 mimotomo am 14.04.2009 22:55 (Antwort)
Die Methode mit den Anführungszeichen ist warscheinlich die einfachste, wenn kein passender Editor auffindbar ist.
Das funktioniert jedoch nur, wenn man vorher das Paket german eingebunden hat. Quelle: ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/lshort/german/l2kurz.pdf

Viele Grüße
D4rk 3d3n
#1.1 d4rk 3d3n am 15.04.2009 16:48 (Antwort)
Hmm, bei mir sind Umlaute in ISO-8859-1 immer mit ?-Symbolen versehen im Fehlerlog, wenn ich mit latex erstelle. Mache es bislang so, dass ich die betreffende Datei mit Kate öffne ->Extras->Kodierung->ISO-8859-1 anklicken. Alles wieder wie es sein sollte. Und dann einfach noch mit UTF-8 Kodierung nochmals abspeichern:)

Müsste eigentlich auch mit vim gehen, habe da den Befehl noch nicht für gefunden...
#2 Fitz am 14.04.2009 23:51 (Antwort)
Moin,
du kannst meines erachtens im texmaker alle dateien auch als iso... öffnen, schau mal im öffnen dialog nach - das müsste eigentlich gehen. dann sparst du dir somit das ganze hin und her konvertieren.
#3 jazzdd am 15.04.2009 07:45 (Antwort)
Also unser Prof (bei uns im Institut wird natürlich unter Linux gearbeitet ;-) ) hat aus alter Gewohnheit in seinen Scripten Umlaute immer wie oben erwähnt mit " geschrieben.
Also "a "o "u "s für ä, ö, ü, ß
Trotzdem wäre eine Behebung des Kodierungsproblems generell mal nützlich. Und sei es ein stures Einsetzen von UTF-16, das sich im Header selbst erklärt (und dafür recht groß daher kommt :-/ )
brian
#4 brian (Homepage) am 15.04.2009 08:54 (Antwort)
Viel kann man mit vi retten. vi ist ein könig was das erkennen von kodierungen angeht. Also zur Not mit vi öffnen und dann kopieren.

Willkommen in der Welt der Probleme der Kodierungen....
#5 P am 15.04.2009 09:15 (Antwort)
Mmmhh...

Davon war ich ausgegangen, dass die nachfolgenden Pakate verwendet werden...

\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[utf8]{inputenc}

Aber ein TeXperte bin ich nicht...

Viele Grüße,

/Mimotomo
#6 mimotomo am 15.04.2009 23:03 (Antwort)
wenn man unter optionen --> editor --> editor font encoding (editor: fontkodierung) das richtige einstellt ... sollte die datei im prinzip richtig gelesen werden. stellt man dort etwas falsches ein. und speichert (z.b. automatisch beim compilieren) kann es wohl schon sein, dass er die zeichen löscht... bei richtiger einstellung der option sollte es eigentlich kein problem gegen!
#7 Christian (Homepage) am 16.04.2009 19:32 (Antwort)
Viele Lösungsvorschläge (Danke dafür), aber dennoch keiner, der in diesem Fall was bringt.
Die Umlaute sind definitiv weg, das heißt, auch ein Umkodieren bringt nichts.

Was die Möglichkeiten angeht, es "richtig" zu öffnen... nun... Da in Zukunft nicht unbedingt zu erwarten ist, dass LaTeX nochmal verwendet wird (wurde mehr angeschnitten als vertieft) ist es in diesem Fall eher unwahrscheinlich, dass wir, bzw. Sylvermoon das in den nächsten Jahren *g* noch einmal brauchen werden. Dennoch natürlich danke, auch als Infoquelle für diverse Suchmaschinen.

Christian: Was ich halt nicht verstehe, ist, wieso sowas automatisch geschieht, wenn die Problematik mit verschiedenen Kodierungen doch durchaus bekannt sein sollte bei den Erstellern dieser Software.
Ich selber kenne mich mit LaTeX ja nun gar nicht aus (auch was die technischen Umstände angeht), von daher ist es natürlich nicht 100%ig ausgeschlossen, dass das einfach nicht möglich ist, aber ich würde einfach erwarten, dass eine Software, die etwas verändern muß (also in diesem Fall die Umlaute komplett rauslöschen) auf diesen Umstand vorher hinweist.

Vielleicht gibt es dinge, die ich nicht weiß, und von daher nicht möglich machen, aber vorstellen kann ich es mir nicht so recht.

Was ich jedoch auch nicht so recht verstehe, ist, wieso in der Schule offensichtlich nicht auf die Problematik eingegangen wird. Aber nach allem was ich so mit bekomme, ist da sowieso das meiste eher Autodidaktik als beibringen.
#8 TiKaey (Homepage) am 16.04.2009 21:57 (Antwort)

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