MS und die Überheblichkeit

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MS und die Überheblichkeit

Juli 15. 2009 um 12:14
Geschrieben von TiKaey in TiKaeys Erfahrungen
Kommentare (10)
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Es ist ja eigentlich nichts neues. Bill Gates hat schon immer andere Systeme, und erst recht, Neuerungen, belächelt. Nun hat B. Gates sich über das angekündigte Chrome OS von Google geäußert, und es als eine von vielen Linuxvarianten bezeichnet.

Okay, vielleicht wird es das nur, man wird es sehen. Aber diese Überheblichkeit finde ich ziemlich... arm. Hochmut kommt vor dem Fall, oder wie heißt es so schön?
Früher war es das Internet, was belächelt wurde, irgendwann haben sie dann doch das Potential entdeckt. Und hätten sie nicht das Konzept, mithilfe der Hardwarehersteller alle mögliche Software an den Mann / die Frau zu bringen, wäre der IE wohl so ziemlich an jedem vorbei gegangen.

Vielleicht sollte man wirklich mal nicht immer die Konkurrenz sehen, sondern mal einen ganz anderen Punkt. Nämlich den, dass eine Monokultur, egal in welchem Umfeld, immer eine gewisse Gefahr enthält. Im Falle von Windows (und das ist ja fast eine Monokultur, also eine übermäßige Verbreitung) ist es die weite Verbreitung von Schädlingen jeder Art. Wäre nun Linux so weit verbreitet, gäbe es dafür bestimmt auch eine ebensolche Verbreitung der Schädlinge, auch wenn das Konzept unter Linux m. E. da einiges von verhindert. Aber grundsätzlich wäre die Gefahr ebenso da.
Gleiches gilt natürlich für Mac, was ja immerhin einen unixoiden Unterbau hat, wenn ich das richtig sehe.
Gäbe es nun eine relativ ausgeglichene Aufteilung der Betriebssysteme (egal ob gut oder schlecht (liegt eh im Auge des Betrachters)), so wäre es um die Gefahr aus der Sicht bestimmt wesentlich besser bestellt. Kein Skriptkiddie wüsste, auf welches System es sich einschießen soll. *g*
Selbst wenn's ich dann alle an einen gewissen Standard zum Austausch von Daten halten, so ist das doch immer noch besser.

Natürlich gibt es immer noch die Missionare (So eine Phase hatte ich auch mal zwischenzeitlich *g*) die anderen versuchen, das selbst betriebene System anzupreisen, also quasi das System der Systeme. Aber selbst das kann ausgeglichen sein, denn es lassen sich erfahrungsgemäß kaum welche wirklich missionieren, die meisten tun einen ja als Spinner ab.
Der einzige Punkt, zu einem anderen System zu wechseln wird immer sein, dass man mit dem derzeit benutzten - aus welchem Grunde auch immer - nicht (mehr) zufrieden ist.

Aber wieso ist es manchmal so schwer, anderen "ihr" System zu lassen, oder warum ist es so schwer, für MS zu akzeptieren, dass sie eben nicht das "Non Plus Ultra" anbieten? Klar, sie leben davon, sie scheffeln damit nicht gerade wenig Kohle. Würden sie etwas mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Benutzer (zum Beispiel eine gewisse Transparenz) eingehen, würde es bestimmt noch mal anders aussehen,Dann wären viele wohl nicht gewechselt, so werden sie aber damit meiner Meinung nach leben müssen, dass jedes "neue' System, welches auf den Markt kommt, ihnen wieder einen gewissen Marktanteil wegnehmen wird. Nur kann eine Linuxdistribution damit besser leben als MS.

So, das musste ich nach dem gelesen Artikel bei Heise einfach mal loswerden. ;o)

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Ich denke aber Gates hat recht.
Das Chrome OS wird wohl ähnlichen Erfolg haben wie der Chrome Browser: keinen sonderlichen.
Die Leute die für neue Betriebssysteme offen sind nutzen schon Linux oder MacOS und ausgerechnet diese Leute sehen es gar nicht gern wenn andere Leute ihre Daten haben.
Google wird damit genau das hervorbringen was Bill Gates prophezeit: Eine Linuxdistribution unter vielen.
#1 murrayy am 15.07.2009 13:01 (Antwort)
Dennoch ist es überheblich.
Und ehrlich.. die Aktionkurse sind mir eh relativ latte. *g* Besser wäre es aber vielleicht, darin eine "Bedrohung" für MS zu sehen (aus MS Sicht), was bedeuten würde, man versucht immer besser zu sein, und sich nicht auszuruhen.
Dennoch wird es auch bei Chrome OS einige Interessenten geben... die halt lieber auf was scheinbar neues aufspringen. Und wenn Google es für Wechselwillige relativ einfach administrierbar macht (und dadurch bestimmt einige Vorteile aus Linux-Sicht verschwendet) könnte durchaus der eine oder andere unzufriedene MS-Kunde wechseln wollen.
#1.1 TiKaey (Homepage) am 15.07.2009 13:32 (Antwort)
Ich glaube auch, dass Gates recht hat. Google hat zwar mehr Geld als alle anderen Distributionen und wird das Chrome OS gut vermarkten können, aber ein Erfolgsgarant ist das noch lange nicht.
#2 Someone am 15.07.2009 13:05 (Antwort)
Mal ganz ehrlich: was soll den Gates anderes sagen als dass es ihm ziemlich egal ist. Bei jeder anderen Äußerung spielen die Medien verrückt und du kannst die Aktienkurse von MS in den Keller fallen sehen.

Abgesehen davon hoffe ich, dass Chrome OS floppt. Das ist die größte Bedrohung die FLOSS in den letzten Jahren gesehen hat. Das ist gefährlicher als was Microsoft zur Zeit macht. Ist Chrome OS erfolgreich ist FLOSS zerstört, ist Chrome OS nicht erfolgreich, können wir uns auf Häme Richtung FLOSS freuen: seht ihr FLOSS funktioniert doch nicht. Mehr dazu demnächst in einem Blog Post von mir.
#3 Martin (Homepage) am 15.07.2009 13:12 (Antwort)
Nur als kleiner Tipp: Bei solchen "Rants" solltest du dich immer auf das Original beziehen und nicht auf eine heise-Meldung ;)
#4 Hannes (Homepage) am 15.07.2009 13:12 (Antwort)
> gäbe es dafür bestimmt auch eine
> ebensolche Verbreitung der Schädlinge

Da halte ich entschieden dagegen!

Denn Linux hat von Haus aus eine wesentlich sichere Architektur und die User arbeiten zu 99% als eingeschränkter Benutzer.

Bei Windows arbeiten 99% mit Administratorrechten, weil Microsoft seine Kunde für zu blöde hält mit separaten Konten zu arbeiten.

Somit müssen die Virenschreiber für Linux wesentlich mehr Hirnschmalz investieren. Dazu kommt noch der große Variationsreichtum. Es gibt unter Linux nicht DAS eine E-Mail-Programm und DEN einen Browser, den alle Linuxanwender automatisch drauf haben.
#5 Arthur (Homepage) am 15.07.2009 13:24 (Antwort)
Hm, habe ich doch gesagt. Das Konzept verhindert da einiges, aber grundsätzlich möglich dürfte doch vieles möglich sein, bedenke, nicht jeder Linuxanwender versteht die Trennung und will sogar grundsätzlich als root arbeiten. Die Nachfragen dazu in diversen Foren sprechen wohl Bände.

Grundsätzlich dürfte es natürlich schwerer sein.
#5.1 TiKaey (Homepage) am 15.07.2009 13:27 (Antwort)
Dann schau dir mal die Installationen an heutzutage. Ich behaupte mal, dass eben doch 95% aller Linuxnutzer FF (oder Derivate), Opera oder Browser auf Webkit-Basis benutzen. Jetzt packste den großen Batzen IEs obendrauf und schon hast du vermutlich so ziemlich alle im nennenswerten Umfang benutzte Browser zusammen.
Wenn ich richtig vermute, wird sich das ganze in den nächsten Jahren eh eher darauf einschießen, dass man über Lücken im Browser bzw Fishing den Schaden anrichtet und nichtmehr über irgendwelche Würmer von irgendwelchen Skriptkiddies. Und gegens Abgreifen von TANs schützen auch eingeschränkte Userrechte nicht :-)
#5.2 hurz am 15.07.2009 14:08 (Antwort)
weiß eigentlich einer von euch das bill gates gar nicht mehr für microsoft arbeitet?
#6 thomas am 15.07.2009 23:07 (Antwort)
Katerchen ich sehe dein problem nicht :)

Chrome OS ist defacto erstmal nur ein anderes Linux. udn die Tatsache alleine das Googel da mitmischt macht es erstmal nciht umbedingt gefährlicher als Ubuntu, oder Suses jetzt schon ist. (Zumal es auch genug Leute gibt die auch alles Kritisch sehen wa sgoogeln somacht udn viele davon sind grunsötzlich Linux-Kandidaten)

Wenn man Überheblichkeit suchen will, dann stect die wohl eher in der Aussage "Chrome OS ist nur ein Blog-Eintrag". Weil, das da etzwas passieren wird ist bei googele klar... aber die AUssage ist auch nicht vom Billy.
#7 EinWesen (Homepage) am 16.07.2009 19:02 (Antwort)

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